Das Pokern beginnt…

Wer zur Hölle hat seinen Teller nicht aufgegessen?? Hatte ich nicht gesagt keine Regentänze mehr? Aber nun gut, wir haben ja schon ein wenig Übung im flexiblen reagieren auf neue Umstände. Und die sehen wie folgt aus:

Die Lage:

Ich würde mal sagen wir hatten nahezu überall im Südwesten letzte Woche um die 40-50l Regen zwischen Dienstag und Donnerstag. Da ist zu dem Zeitpunkt der Reife natürlich eher bescheiden. Gut bzw. besser als letztes Jahr waren aber niedrige Temperaturen und viel Wind. Daher ist der „Schaden“ nicht ganz so groß ausgefallen, bis jetzt!

Man sieht jetzt doch auf Anhieb in jedem Weinberg erste Fäulnisnester. Bis dato reine Edelfäule ohne Pilzbelag oder Essigfäulnis. Also noch halb so wild wenn das Wetter denn hält. Tut es aber erstmal nicht… Dienstag und Mittwoch sind so ca. 10l Niederschlag gemeldet…..unschön.

Danach aber Altweibersommer, für Oktober sagen die Langfristprognosemodelle übereinstimmend deutlich mehr Hoch- als Tiefdruck voraus. So und was machen wir nun!? Warten!

Reif ist das nämlich noch nicht an der Mosel…also der Riesling der Rest interessiert ja wie gesagt nicht mehr! Die Mostgewichte schwanken stark von 63-85°Oe, die Säurewerte ebenfalls 13-15g/l, aromatisch ist das Ganze schon nicht schlecht  – die 63°mal ausgenommen!

Der Plan:

Die meisten Weingüter haben den Haupt-Lesebeginn auf den 05. Oktober terminiert und bleiben wohl dabei. Wie mit der Fäulnis verfahren wird muss man sehen, trocknet Sie sauber ein könnte man Sie für eine kleine Auslese oder ähnliches selektieren. Dreht sie sich doch noch in Essig- oder ähnliche Fäulnis, wovon bei den aktuellen Wettervorsagen nicht zu rechnen ist kommen die Trauben auf den Boden. Mit den ersten Vorlesedurchgängen wollen einige Weingüter unter anderem eventuell wir schon in der kommenden Woche starten. Wobei es mir immer noch wiederstrebt eine arme kleine Rieslingtraube vor Anfang Oktober von ihrer Mutterrebe zu trennen, das ist wieder ihrer Natur!!!

 

Leave a Comment